Brautkleider mit Schleppe

Eine Schleppe ist ein ganz besonderes Highlight, das jedem Brautkleid eine außergewöhnliche Optik verleiht. Doch Schleppe ist nicht gleich Schleppe: Von romantisch über elegant bis hin zu sexy kann die Braut zwischen verschiedenen Varianten wählen, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile aufweisen.

Verschiedene Arten von Schleppen

Brautkleider gibt es mit folgenden Schleppenarten:

Pinselschleppe

Hierbei handelt es sich um eine sehr kurze Schleppe, bei der der hintere Saum kaum merklich länger ist, als das vordere Kleid-Ende. Pinselschleppen liegen nicht auf dem Boden auf, sie streichen vielmehr darüber; wie ein Pinsel.

Die Vorteile:

  • Mehr Volumen an der Rückseite des Brautkleides, ohne das der Bewegungsradius eingeschränkt ist
  • Aussteigen aus dem Wagen, Einmarsch in die Kirche und weitere Aktivitäten, sind ohne Weiteres möglich
  • Auch für eine Hochzeit im Freien geeignet
  • Silhouette wird optisch gestreckt und verschlankt
  • Für alle Hochzeitsarten empfehlenswert
  • Für jeden bodenlangen Kleiderschnitt geeignet

Die Nachteile:

  • Die Länge ist sehr kurz
  • Wirkt eher als Teil des Kleides, nicht als Schleppe, die für sich gesehen ein Eyecatcher ist

Hofschleppe

Die Hofschleppe ist zwar ebenfalls kurz aber deutlich länger als die Pinselschleppe: Sie kann eine Länge von bis zu 60 Zentimeter aufweisen, wobei sie sich am Boden weiter in die Breite streckt. Ihren Ursprung hat die Hofschleppe an der Taille.

Die Vorteile:

  • Schlichte Eleganz
  • Auch bei Hochzeiten im Freien ohne größere Probleme möglich
  • Ebenfalls unproblematisch beim Ausstieg aus dem Wagen, Einmarsch in die Kirche, usw.
  • Elegant, romantisch und dennoch unkompliziert sowie zweckmäßig
  • Bewegungsradius ist kaum eingeschränkt

Die Nachteile:

  • Deutlich kürzer als eine lange/sehr lange Schleppe

Kapellenschleppe

Die Kapellenschleppe ist mittellang und bietet sich hervorragend für einen großartigen, pompösen Auftritt an. Mit einer Länge von etwa einem Meter oder 1,5 Metern, gemessen ab der Taille, ist sie ein absoluter Eyecatcher. Einige Varianten bringen es sogar auf eine Länge von bis zwei Meter.

Die Vorteile:

  • „Prinzessinnen-Look“
  • Auffallende, lange, sehr schöne Schleppe

Die Nachteile:

  • Beim Ausstieg aus dem Wagen, Einmarsch in die Kirche usw. ist etwas Hilfe vonnöten
  • Der Tragekomfort hängt bei derart langen Schleppen auch vom Stoff ab

Kathedralenschleppe

Die Kathedralenschleppe ist noch eindrucksvoller: Sie besitzt eine Länge von zwei bis 3,5 Meter und sorgt sicherlich für einen bleibenden Eindruck.

Die Vorteile:

  • Weitläufig, majestätisch
  • Perfekt geeignet für eine große, formelle Hochzeit
  • Wie die Bezeichnung bereits verrät, bietet sich die Schleppe beispielsweise für eine Zeremonie in einer Kathedrale, einem Schloss oder ähnlichem, prachtvollen Gebäude an

Die Nachteile:

  • Hilfe beim Drapieren notwendig; ein oder mehrere Schleppenträger werden benötigt
  • Bewegungsfreiheit ist, je nach Länge des Kleides, eingeschränkt

Königliche Schleppe

Eine königliche Schleppe macht ihrem Namen alle Ehre: Sie ist wenigstens drei Meter lang und sorgt für einen unvergesslichen Auftritt.

Die Vorteile:

  • Umwerfende, sehr lange Schleppe
  • Pompöse Hochzeiten im Stil der Königshäuser und dementsprechender Ortswahl

Die Nachteile:

  • Etwa vier bis acht Personen sind notwendig, um die Schleppe zu tragen und zu drapieren
  • Bewegungsradius ist deutlich eingeschränkt

Abnehmbare Schleppe

Schleppen, die sich abnehmen lassen, sind in verschiedenen Varianten und Längen erhältlich.

Die Vorteile:

  • Eine wunderschöne Optik
  • Einfaches Abnehmen der Schleppe
  • Durch Abnehmen der Schleppe nach dem zeremoniellen Teil erhöhen sich Bewegungsradius und Beweglichkeit
  • Schleppenträger, falls aufgrund der Länge notwendig, werden nicht den ganzen Tag über benötigt

Die Nachteile:

  • Für eine eindrucksvolle Optik muss die Schleppe fachmännisch angebracht sein
  • Schleppe muss zudem leicht zu entfernen sein; hierzu ist oftmals eine zweite Person notwendig
  • Wichtig ist ein fester Sitz, damit die Schleppe ordentlich am Kleid befestigt bleibt

Wie wird eine Schleppe befestigt?

Neben den diversen Schleppen-Arten gibt es zusätzlich verschiedene Möglichkeiten, wie eine Schleppe befestigt wird:

  • Mantelschleppe: Der Name ist Programm; die Braut trägt die Schleppe wie einen Mantel über ihrem Kleid. Zumeist handelt es sich um eine sehr lange Schleppe. Alternativ kann sie, bei A-Linien-Brautkleidern, mithilfe eines Bandes unter der Brust getragen werden. So ist es möglich, sie dort einzuklemmen und nach der Zeremonie abzunehmen
  • Schleierschleppe: Traditionell und gleichzeitig trendy. Die Schleppe ist am Kopf befestigt und reicht bis zum Boden. Sie ist abnehmbar
  • Taillenschleppe: Die Befestigung erfolgt unterhalb der Taille. Auch diese Variante lässt sich abnehmen
  • Rocksaumschleppe: Sie wird am Kleid-Ende angenäht und ist die beliebteste Schleppen-Art

Das Brautkleid: Welcher Schnitt bei einer Schleppe?

Steht fest, dass die Braut sich eine Schleppe wünscht, bieten sich folgende Schnitte, beziehungsweise Kleider-Arten, hierfür an:

  • Mermaid Brautkleid: bis zu den Knien hauteng, Kurven-betonend, ausladender, extravaganter Rock
  • A-Linien Brautkleid: eng anliegendes Oberteil, weit auslaufender Rock, mit Taillennaht
  • Prinzessinnen-Stil: Oberteil stark körperbetont, eng anliegend, schmal wirkende Taille, weit ausgestellter Rock mit großem Umfang
  • Modernes, schlichtes Hochzeitskleid: Dezent, natürlich
  • Vokuhila Brautkleid: Rock ist vorne kurz und hinten lang geschnitten. Schlanke Silhouette

Wozu dient eine Schleppe?

Eine Schleppe ist ein ganz besonderes Detail am Brautkleid: Sie sticht heraus und vervollständigt den Braut-Look. Somit ist eine Schleppe ein wunderschöner Eyecatcher. Da sie zudem die Figur optisch verlängert und der Trägerin eine ganz besondere Eleganz verleiht, trägt sie ungemein dazu bei, dass sich die Braut wie eine Prinzessin bei ihrer Märchenhochzeit fühlt.

Allerdings ist zu beachten, dass durch eine Schleppe die Bewegungsfreiheit leicht bis stark eingeschränkt ist. Somit sind, gegebenenfalls, ein oder mehrere Personen zum Drapieren und Tragen notwendig.

Schleppe und Schleier: Geht das?

Schleppe und Schleier können zusammen getragen werden. Das gilt vor allem dann, wenn Beide die gleiche Länge aufweisen. Für einen harmonischen Look ist es wichtig, das Kleid, Schleier und Schleppe dieselben Farben aufweisen und aufeinander abgestimmt sind.

Worauf ist zu achten?

Lange Schleppen tragen immens zu einer eindrucksvollen Optik bei. Allerdings ist neben der geringer ausfallenden Beinfreiheit ebenfalls zu beachten, dass die Schleppe immer wieder neu ausgerichtet werden muss. Dementsprechend gilt es unbedingt rechtzeitig vor der Hochzeit abzuklären, wer diese wichtige Aufgabe übernimmt.

Außerdem kann es unter Umständen schnell geschehen, dass Flecken oder Beschädigungen entstehen, sodass auch hierfür bereits im Vorfeld ein Notfallplan auszuarbeiten ist.

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Die Geschichte der Schleppe

Über Jahrhunderte hinweg wurde die Schleppe von Angehörigen des europäischen Hochadels getragen. Sie galt als Statussymbol für den vorhandenen Reichtum. Außerdem wurde es in einigen Adelsreglementen so geregelt, dass die Schleppe zum Rang passen musste. Je länger also die Schleppe, desto höher war der Rang der Braut.

Heutzutage wird dies jedoch schon längst nicht mehr so gehandhabt: Die Schleppe dient zu dekorativen Zwecken.

Tipps rund um die Schleppe

So wunderschön eine Schleppe auch ist, so kann sie sich dennoch beim Tanzen unter Umständen als sehr störend erweisen. Um dem entgegenzuwirken, ist es möglich, eine Schlaufe oder einen Knopf am Brautkleid annähen zu lassen, um die Schleppe dort zu befestigen. Alternativ ist es auch machbar, die Schleppe in der Hand zu halten.

Zusätzlich empfiehlt es sich, gut sitzende Schuhe auszuwählen und diese einzulaufen. So verhindert man die Bildung von Blasen, Abschürfungen und Ähnlichem. Außerdem sollte in kurzen, festen Schritten gegangen werden.

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